Ein Hochgeschwindigkeitszug fährt eine Kurve mit einem Radius von 2500 m mit einer Geschwindigkeit von
270 km/h. Berechnen Sie:
a) Die Zentrifugalkraft, die ein Fahrgast mit einer Masse von 70 kg in einem Waggon dieses Zuges
verspürt;
b) Mit welcher Geschwindigkeit müsste ein Auto eine Kurve mit einem Radius von 10 m durchfahren, damit
derselbe Fahrgast im Auto die gleiche Zentrifugalkraft wie im Zug verspürt? Geben Sie die Antwort in
km/h an.
Gegebene Daten:
Schema des Problems:
Wenn der Zug die Kurve fährt, wirkt auf den Zug und auf die sich darin befindenden Körper (Fahrgäste und Ladung) die Zentripetalbeschleunigung, die dafür verantwortlich ist, dass sich die Körper entlang der Kurve bewegen. Im Bezugssystem, das im Zug ruht, verspüren die Körper die Zentrifugalkraft, die die Zentripetalkraft ausgleicht (Abbildung 1).
Lösung:
Zuerst müssen wir die Geschwindigkeit des Zuges von Kilometern pro Stunde (km/h) in Meter pro Sekunde (m/s) umrechnen, wie sie im Internationalen Einheitensystem (SI) verwendet werden
a) Anwendung des 2. Newtonschen Gesetzes auf eine gekrümmte Bahn
Die Zentripetalbeschleunigung ist gegeben durch
Einsetzen von Gleichung (II) in Gleichung (I)
Anwendung der Gleichung (III) auf den Fahrgast im Zug
da Zentripetalkraft und Zentrifugalkraft betragsmäßig gleich sein müssen
b) Befindet sich der Fahrgast aus dem Zug in einem Auto, so ergibt sich die auf ihn wirkende Zentripetalkraft (und damit auch die Zentrifugalkraft), wenn wir Gleichung (III) anwenden
Umrechnung der Antwort in km/h